Yoga, eine Hilfe im Alltag

Zu einem Frauenkörper aufgebaute Bachkiesel

(c) frauenseiten, Grübner

Falsche Vorstellung von Yoga

Zum Yoga kam ich ganz durch Zufall. Ich war mit ein paar Frauen im Urlaub und jeder Morgen sollte mit Yoga beginnen. Wer Lust hatte, konnte mitmachen. Ich stellte mir darunter nichts Anstrengendes vor, eher gemütlich mit Räucherstäbchen und Meditation war so mein Bild. Also ging ich erst joggen um dann ein bisschen bei Joga zu entspannen.
Das war weit gefehlt und nach den ersten Übungen erkannte ich meine Schwächen. Schon immer war ich im Nacken verspannt, und als ich das äußerte, gab es direkt ein paar Übungen dagegen.

Eine neue Erkenntnis

Ich merkte im Nu, wie steif ich war. Interessant war auch was jede von uns so konnte, oder weniger gut konnte. Es war zum Beispiel gar nicht so einfach, auf einem Bein zu stehen und mit dem vorgestreckten Fuß kleine Kreise in die Luft zu malen. Mein Gott, was wackelten da einige von uns. Gleichgewicht zu halten ist eben auch nicht so einfach, und wann braucht man das schon im Alltag. Das dachte ich auch, aber schon beim Strümpfe anziehen, muss man ja auf einem Bein stehen. Also doch eine praktische Übung für den Alltag. Das motivierte mich, weiter zu machen.

Am Ende unserer Übungsstunde, die in Wirklichkeit nur eine halbe Stunde dauerte, waren wir fix und fertig. Unsere Übungsleiterin allerdings nicht. Wir erholten uns bei einem ausgiebigen Frühstück, denn turnen musste man ja vorher mit leerem Magen.

Frau balanciert auf einer Mauer

© frauenseiten.bremen ; Antje Robers

Praktische Anwendung von Yoga

Am nächsten Morgen ging es weiter. Auf einmal erkannte ich ein paar Übungen, denn heute sollten das Kreuz und der Rücken gestärkt werden. Die Übungen hatte mir mein Arzt schon mal ans Herz gelegt, als ich einen Hexenschuss hatte. Da gibt es ja heute keine Krankengymnastik mehr, sondern einen Zettel in die Hand, mit entsprechenden Übungen, und nun mach mal. Sollte das etwa auch schon Yoga gewesen sein. Ich erinnerte mich, dass ich das ein paar Tage durchgehalten hatte, und als es mir wieder gut ging, den Zettel zur Seite gelegt hatte. Gleich zu Hause würde ich mir den hervorsuchen.

Mit Yoga als gutes Beispiel voran

So turnten wir alle Tage und am Ende merkte ich, dass ich schon viel gelenkiger war, mein Nacken nicht mehr verspannt und meine Körperhaltung überhaupt besser. Nun „yogel“ ich jeden Morgen eine halbe Stunde und konnte sogar meiner Tochter, die im Büro sitzt, helfen mit ein paar gezielten Übungen ihren Nacken zu entspannen.

Meine Mutter trainiert jetzt auch, sich ihre Socken anzuziehen, ohne sich hinzusetzen. Das nenne ich praktische Yoga-Anwendung im Alltag.

Gertrud von Hacht

  1 comment for “Yoga, eine Hilfe im Alltag

  1. Erika
    15. Februar 2016 at 8:53 pm

    Seit mehr als 20 Jahren praktiziere ich Yoga. Ja, es stimmt, Yoga entspannt – nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Überhaupt zum Älterwerden ist Yoga ideal.

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