Manchmal ist der Mensch einfach nur erschöpft…

Teddy auf Fensterbank

(c) Robers, frauenseiten

Im Alter hat man nicht nur Erfahrungen gemacht, manchmal ist der Mensch einfach nur erschöpft.

Es gibt viele ältere Menschen, die all ihre Energie dafür aufwenden müssen, das Leben zu bewältigen. Jeden Tag aufs Neue. Auch ohne lebensbedrohende Krankheiten fällt es manchen Menschen sehr schwer, dem neuen Tag noch einen Sinn zu geben, weil sie vielleicht zu einsam sind und fast keine sozialen Kontakte mehr pflegen. Manche dieser Menschen, die viel gearbeitet haben, Kinder erzogen haben, Kriege überlebt haben und sich jetzt von all den Strapazen erholen dürften, kommen nicht zur Ruhe, weil sie Angst vor dem Tod haben.

Einige dieser Senioren finden noch ein wenig Trost in ihrem Glauben, andere quälen sich, weil sie nicht wissen, wie das Ende sein wird. In diesen Situationen können Freunde (so sie noch leben) und Kinder meistens auch nicht helfen. Einsamkeit scheint eine Form des Alters zu sein. In der Vergangenheit gab es noch Großfamilien, in denen die Isolation nicht so stark verbreitet war wie heute.

Sophie Mory

  8 comments for “Manchmal ist der Mensch einfach nur erschöpft…

  1. Lilo Herzog
    29. Februar 2016 at 10:44 am

    Mich hat dieser Artikel angesprochen, Ich werde in diesem Jahr 70, und bin alters-
    entsprechend fit, aber ich weiß, daß es nicht so bleiben wird. Ich bin ein Single,
    ohne Kinder, ohne Enkel, deshalb weiß ich, daß auch auf mich Jahre der Einsam-
    keit zukommen, wenn ich eben nicht mehr so fit bin. Ich wohne in Horn und sehe
    täglich alte Menschen die einsam mit ihrem Rollator spazieren gehen, daß
    schmerzt mich sehr. Ich mache mir schon seit langem Gedanken darüber, wie
    man diese Einsamkeit verändern kann. Vielleicht habt ihr Votstellungen
    Gruß Lilo

    • Hedwig
      29. Februar 2016 at 12:00 pm

      Ja, liebe Lilo, wir alleinlebenden Frauen müssen unsere Freundschaften pflegen und auch unsere Interessen. Das ist wenigstens für mich der Weg. Jetzt bin ich 76 Jahre alt. Wie es weiter geht, weiß ich natürlich nicht. Meine Freundinnen gehen mir über alles. Wir besuchen uns, telefonieren miteinander oder gehen zusammen ins Kino, Theater oder Konzert. Das kostet natürlich einiges. Aber mein Motto ist: An Kontakten wird nicht gespart! Und wir gehen miteinander spazieren und fahren Rad. Die Gespräche sind mir dabei das Allerwichtigste.
      Grüße von Hedwig

    • Ursel Schulz
      9. Februar 2018 at 4:00 pm

      Hallo liebe Lilo,
      wir haben uns gestern getroffen und haben
      Kaffee zusammen getrunken, ich hoffe es
      geht Dir gut, liebe Grüße Ursel

  2. Joschi
    29. Februar 2016 at 12:36 pm

    Sie entwerfen ein düsteres Bild und ich ärgere mich. Hier ist mein Buchtipp für alle, die sich positive Anregungen und Impulse wünschen.

    Literaturtipp: Autorin Erni Kutter, „Jahre, die uns geschenkt sind“ Eine Spiritualität des Älterwerdens für Frauen. Palmosverlag,
    Ostfaldern 2016.

    Unter anderem geht es auch um das Lob des Alleinseins!

  3. Irma
    1. März 2016 at 10:14 am

    Joschi, wie alt sind Sie denn? In den Sechzigern sieht manches noch anders aus als in den Siebzigern oder Achtzigern….
    Aber danke für den Buchtipp!!!

    • Joschi
      2. März 2016 at 5:55 pm

      Irma, klar sieht es in den Sechzigern anders aus.
      Besonders diese Altersgruppe braucht motivierende positive Impulse
      im Hinblick auf das Altwerden.

  4. Hedwig
    2. März 2016 at 9:31 pm

    Also, Joschi, viel Mut und Glück zum Altwerden!

    • Joschi
      3. März 2016 at 10:39 am

      Danke ebenfalls, liebe Hedwig.

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