Heiz-Checks: Durchblick im Heizungskeller

merkzettel für Heizungscheck

(c) vzbv

Endspurt für die Heiz-Checks der Verbraucherzentrale für diesen Winter.

Nach dem unerwarteten Frühjahrseinbruch soll der Winter in der zweiten Februarhälfte noch einmal zurückkommen. Für das Energieberaterteam der Verbraucherzentrale Bremen beginnt dann der Endspurt bei den Heiz-Checks für diesen Winter: In privaten Heizungskellern überprüfen sie, wie effizient die Heizungsanlagen arbeiten und wie sie sich auch ohne große Investitionen verbessern lassen.

„Wenn die Heizung im zurückliegenden Winter immer warm war, ist das zwar schön“, erläutert Mechthild Himmelreich, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Bremen, die Idee hinter den Heiz-Checks. „Leider heißt das aber nicht unbedingt, dass die Anlage auch sparsam und effizient läuft.“ Tatsächlich verbrauchen, so Himmelreich, erschreckend viele Heizungsanlagen deutlich mehr Energie als notwendig – und bescheren ihren Besitzern dadurch unnötig hohe Kosten.

Funktionsplan einer Heizung

(c) Verbraucherzentrale

In einem typischen Einfamilienhaus kann es so schnell zu Mehrkosten von 150 Euro jährlich und mehr kommen. „Glücklicherweise reicht es aber oft, das Zusammenspiel der Anlagenkomponenten zu überprüfen, um Ansatzpunkte für eine deutliche Verbesserung zu finden“ erklärt Himmelreich. „Das leistet unser Energieberaterteam bei einem Heiz-Check.“ Allerdings ist der Heiz-Check nur bei kalten Außentemperaturen möglich, wenn die Heizungsanlage unter realen Bedingungen läuft. „Für diesen Winter gehen wir also jetzt in die letzte Runde“, sagt Himmelreich.

Der Heiz-Check besteht aus zwei Terminen an aufeinanderfolgenden Tagen. Zwischen den Besuchen des Energieberaters zeichnen Messgeräte wichtige Systemtemperaturen auf. Zudem werden der Dämmstandard von Rohren und Armaturen überprüft und Daten wie Alter und Dimensionierung des Systems, der Verlauf der Raumtemperatur und der Vorjahresverbrauch erfasst. Schließlich werden alle Komponenten der Anlage, etwa Kessel, Warmwasserspeicher, Mischer und Ventile, in Augenschein genommen.

Wenig später erhält der Verbraucher per Post einen Bericht mit der Gesamteinschätzung zum Heizsystem und Empfehlungen, wie es sich optimieren lässt. In manchen Fällen kann auf Basis der Heiz-Check-Ergebnisse auch der Austausch einzelner Komponenten oder der kompletten Anlage naheliegen.

Logo in rot/ weiß

(c) verbraucherzentrale bremen

Der Heiz-Check ist ein Angebot für alle privaten Verbraucher, die z.B. einen Gas- oder Ölheizkessel, eine Fernwärmestation oder eine Wärmepumpe zuhause haben. Die eigene Heizung kann man für den Heiz-Check bei der Verbraucherzentrale Bremen unter 0421-160 777 oder bei der Beratungsstelle Bremerhaven unter 0471- 26194 oder unter der kostenlosen Nummer 0800 – 809 802 400 anmelden, die durchführende Energieberaterin oder der durchführende Energieberater vereinbaren dann einen Termin mit dem Verbraucher.

Die Kostenbeteiligung beträgt 30 Euro, für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist der Heiz-Check kostenlos. Der Heiz-Check wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.