Tragekraft

Wald im Nebel

(c)v. Hacht

Diese Advents- und Weihnachtszeit wird von Leid überschattet wie von einer dunkle Wolke, die eine Aufhellung nicht zulassen will. Täglich vermitteln es Berichte und Bilder, wie es sich verdichtet.

In diesen Tagen stehen, sehen, helfen, wo immer man kann, dazu sind alle aufgerufen

Ängste entwickeln, kann nur lähmen. Mit dem Stehen denke ich auch an eine Tragekraft, die gefragt ist. Sie jedoch hat man nicht einmal eben, die erwirbt man sich durch Situationen, durch die man mit einem ichhaften „Ja“ hindurchgegangen ist und die man bestanden hat.

Die Lebenssituationen selbst träufeln in schweren Lagen durch die Überwindung derselben fast einen feinen Extrakt in einen selber, der dann immer mehr zu einer Tragekraft werden kann. Soviele Schicksale es gibt, soviele Arten gibt es auch, damit fertig zu werden und wieder Stehen und Gehen zu können.

Durchgemachte Prüfungen lassen auch Mitgefühl wachsen und wer dieses in sich trägt, dem fällt auch immer etwas ein, sich mit noch so kleinen Hilfen einzubringen. Wir durchschreiten alle miteinander zur Zeit eine Lage, die sich schon lange nicht mehr so geballt gezeigt hat. Trage ein Jeder auch nur in seinem noch so kleinen Maße ein wenig mit, wird es leichter.

Menschen mit Demenz, Zwei Hände halten eine andere Hand

frauenseiten. © robers

Es hilft schon, sein Herz weit zu machen und Friedensgedanken zu stärken, das geht sogar bettlägerig. Ein Leuchten kann von jedem Menschen ausgehen, das derzeitige Dunkel – wenn auch nur gering – aber eben aufhellen.

Elisabeth Kriechel

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