Flughafen minimiert Sitzgelegenheiten im Wartebereich!

Frau sitzt auf Rollator

(c)frauenseiten, Sahiner

Schon vor mehreren Monaten klagten einige Seniorinnen/Senioren darüber, dass im Bereich des Ausgangs für die in Bremen ankommenden Fluggäste keine Sitzgelegelegnheiten mehr zu finden sind, außer denen, die von zwei Bistros angeboten werden. Das bedeutet: Man kann zwar sitzend warten, aber ist dann gezwungen, irgendetwas zu verzehren. Andernfalls muss man stehend auf Angehörige oder Freunde warten. Für Rollstuhlfahrer mag man das akzeptieren können, für alle anderen gehbehinderten und besonders für alte Menschen ohne und mit Gehhilfen (Arm des Partners, Handstock, Rollator) wird das Warten sehr mühevoll. Auch an anderen Stellen hat sich nach unseren Beobachtungen die Zahl der Sitzmöbel verringert. Ein Mitarbeiter des Flughafens deutete an, man habe die Stühle, die dort seit Jahren standen, weggeräumt, weil sie nachts zur Übernachtung missbraucht worden seien. Vielleicht waren das Obdachlose, vielleicht hing es auch zusammen mit den häufigen Streiks im Flugverkehr.

Wie dem auch sei, dieser Zustand ist besonders für behinderte und ältere Besucher und Kunden eine üble Zumutung. Die Bremer Seniorenvertretung hatte bereits nach den ersten Klagen über den im Flughafenfoyer aushängenden „Kummerkasten“ und bei einem Gespräch eines Vorstandsmitglieds mit der Flughafenleitung auf diese unglückliche Lösung hingewiesen und darum gebeten, für Sitzgelegenheiten zu sorgen. Eine offizielle Reaktion gegenüber der SenV blieb aus, ebenso die Beseitigung dieses Übels.

Eingang Flughafengebäude im Abendlicht

(c) WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH/Jens Lehmkühler

Nach weiteren Beschwerden hat nun die SenV am 06.11.15 ein diesbezügliches Schreiben an das Management des Flughafens gesandt. Darin wird auf die Mängel hingewiesen und darum gebeten, den Kundendienst und den Grad der Barrierefreiheit im Airport Bremen zu überprüfen. Die SenV ist der Meinung, dass fehlende Sitzmöglichkeiten (ohne Genußzwang) die Barrierefreiheit erheblich einschränken. Die jetzt vermissten Sitzgelegenheiten waren bisher viele Jahre hilfreich im Einsatz. Es lassen sich gewiss Ideen finden, einen Imageverlust bezüglich des Kundendienstes zu vermeiden.

Die SenV bittet auch, das allgemeine Bemühen der Stadt Bremen, Barrierefreiheit im öffentlichen Raum zu schaffen, durch die Wiedereinrichtung der ehemaligen Sitzgelegenheiten zu unterstützen. Es wurde auch die Bereitschaft signalisiert, mit dem Flughafen über diese Angelegenheit ein klärendes Gespräch zu führen.

Senioren-Vertretung Bremen

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