Schein und Sein im Heizungskeller

Merkzettel zu Heizungscheck

(c) Verbraucherzentrale Bremen

Unnötige Energieverluste bei privaten Heizungsanlagen machen der Energiewende ziemlich zu schaffen. Mit dem Heiz-Check will die Energieberatung der Verbraucherzentrale die Energielecks schließen. Der Check liefert eine unabhängige Bewertung der Heizanlage und konkrete Empfehlungen, wie sich das System auch ohne große Investitionen optimieren lässt. Der Heiz-Check wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

„Erschreckend viele Heizungsanlagen bringen in der Praxis nicht die Effizienz, die das System eigentlich verspricht“, erläutert Mechthild Himmelreich, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Bremen. „Für die Verbraucher bedeutet das in erster Linie zu hohe Heizkosten: Die Mehrkosten summieren sich in einem typischen Einfamilienhaus schnell auf 150 Euro jährlich und mehr.“ Auch Umwelt und Klima würden unnötig belastet.

In jedem Heizsystem schlummern Chancen zur Optimierung

„Oft muss man nicht einmal große Investitionen tätigen, sondern nur das Zusammenspiel aller Komponenten verbessern“, betont Himmelreich. Zentral ist für die Energiereferentin die Unabhängigkeit der Energieberaterinnen und Energieberater: „Nur wenn der Berater nichts verkaufen will, kann dieser wirklich das empfehlen, was der Verbraucher braucht.“

Funktionsplan einer Heizung

(c) Verbraucherzentrale

Der Heiz-Check ist nur bei kalten Außentemperaturen möglich und besteht aus zwei Terminen an aufeinanderfolgenden Tagen. Zwischen den Besuchen der Energieberaterin oder des Energieberaters zeichnen Messgeräte wichtige Systemtemperaturen auf. Zudem werden der Dämmstandard von Rohren und Armaturen überprüft und Daten wie Alter und Dimensionierung des Systems, der Verlauf der Raumtemperatur und der Vorjahresverbrauch erfasst. Schließlich werden alle Komponenten der Anlage, etwa Kessel, Warmwasserspeicher, Mischer und Ventile, in Augenschein genommen.

Wenig später erhält der Verbraucher per Post einen Bericht mit der Gesamteinschätzung zum Heizsystem und Empfehlungen, wie es sich optimieren lässt. In manchen Fällen kann auf Basis der Heiz-Check-Ergebnisse auch der Austausch einzelner Komponenten oder der kompletten Anlage naheliegen.

Der Heiz-Check ist ein Angebot für alle privaten Verbraucher, die zum Beispiel einen Gas- oder Ölheizkessel, eine Fernwärmestation oder eine Wärmepumpe zuhause haben. Die Kostenbeteiligung beträgt 30 Euro. Der Heiz-Check wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Mehr Informationen unter http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/heiz-check.

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