Die Apfelschwemme und ihre Folgen

Ast mit roten Äpfeln

(c) Elfie Siegel

Zunächst freuen wir uns natürlich über die vielen Äpfel, die uns fast in den Schoss fallen. Der herzhafte Biss in so einen rotwangigen Apfel löst doch ein Glücksgefühl aus und ist zudem gesund.Wieso ich im Supermarkt mir nicht die Äpfel aus der Kiste griff, sondern zu den abgepackten, lag wohl daran, dass die mich besonders anlachten. Sie lagen so schön sortiert und in Reih und Glied im Karton…..also: mitnehmen.

Als ich daheim dann zugreifen wollte, warf ich erst einmal einen Blick auf das Etikett, ging ich doch davon aus, dass es deutsche Äpfel seien. Schließlich liegt das Alte Land fast vor unserer Haustür. Aber, weit gefehlt, denn als Ursprungsland wird Italien angegeben. Schade, ich hätte lieber deutsche Äpfel gehabt. Beim Studieren des Etikettes fällt mir aber noch mehr auf: eine ganze Reihe von Einzelangaben finde ich da. Zum Beispiel Klasse 1. Gut, das ist ja verständlich, so schön sehen sie auch aus. Aber dann lese ich weiter: 63/73mm und 1.000 kg.

Da komme ich doch ins Nachdenken? Hat da jemand die Äpfel einzeln abgemessen und dann genau sortiert? Und gar genau so ausgesucht, dass genau 1.000 kg zusammenkommen? Das wäre entweder eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme – wäre ja auch nicht schlecht – oder es gäbe Mitarbeiter auf dem Obstgut, die genau im Gefühl haben, welches Ausmaß und welches Gewicht die schönen Äpfel haben. Das wäre in der Tat fast ein Wunder. Ich vermute nur, dass ein Mensch mit derartigen Fähigkeiten nicht gerade Obst sortiert.

Ob eine Leserin oder ein Leser eine Antwort beziehungsweise eine Erklärung für mich haben? Oder gibt es für am Baum wachsende Äpfel jetzt auch schon Vorrichtungen, wie es sie für die krummen Gurken gibt? Oder passiert das alles in den Büros der EU-MitarbeiterInnen in Brüssel?

Gisela E.Walther

  2 comments for “Die Apfelschwemme und ihre Folgen

  1. Astrid
    7. Oktober 2015 at 11:11 am

    Von meiner Apfelfrau auf dem Markt, die aus dem Alten Land kommt, weiß ich, dass es über- und untermaßige Äpfel gibt. Sie verkauft die in großen Beuteln deutlich günstiger. Im Supermarkt dürfen die sicherlich gar nicht auftauchen. Ist doch verrückt, oder? Das haben wir er EU zu verdanken.

  2. Hedwig
    21. Oktober 2015 at 3:40 pm

    Wir als Verbraucherinnen bestimmen, ob wir nur Maßäpfel kaufen…oder eben welche, wie sie am Baum wachsen….Oder wachsen die Äpfel von heute schon computergesteuert?? Würde mich nicht weiter wundern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.