Beirat für Vereinbarkeit von Pflege und Beruf nimmt seine Arbeit auf

Zwei Tassen auf einer Fensterbank

(c) frauenseiten, Steffi Gomes

Der unabhängige Beirat für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf hat seine Arbeit aufgenommen. Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im  Bundesfamilienministerium, berief dazu in der konstituierenden Sitzung die 21 Mitglieder des Beirates. Das Gremium wurde nach § 14 des  Familienpflegezeitgesetzes eingesetzt und befasst sich mit Fragen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf. Es begleitet die Umsetzung der Regelungen zu  beruflichen Auszeiten, insbesondere die neu geschaffenen Flexibilisierungen im Pflegezeitgesetz und Familienpflegezeitgesetz, und berät über deren Auswirkungen.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig erklärte: „Zu einer besseren Vereinbarung von Familie und Beruf zählt für viele Menschen schon lange die  Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ihrer Angehörigen. Viele alte und kranke Menschen wollen so lange wie möglich zuhause in ihrer gewohnten Umgebung bleiben.  Daher haben wir die Weichen gestellt, um die Familien zu entlasten. Der Sachverständigenrat wird uns ein großer Ratgeber sein in der Umsetzung unserer Vorhaben.“

Logo mit schwarz/rot/goldenem Streifen

(c) Bundesministerium für Familie Frauen Senioren und Jugend

Auch Staatssekretär Kleindiek dankte den Beiratsmitgliedern für ihre besondere Bereitschaft, sich in diesem Gremium ehrenamtlich zu engagieren: „Sie alle  übernehmen eine wichtige, verantwortungsvolle Aufgabe – sozusagen am Puls der  Zeit!“. Kleindiek ernannte die Pflegewissenschaftlerin Prof. Christel Bienstein zur Vorsitzenden des Beirates und Prof. Dr. Andreas Hoff, Professor für Soziale Gerontologie, zum stellvertretenden Vorsitzenden.

In seiner ersten Sitzung hat der Beirat beschlossen, sich zunächst mit der Erfassung und Analyse vorhandener Daten, Statistiken und Umfragen, der Auswertung von Fachliteratur und internationalen Studien im Bereich der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sowie mit den Bedarfen pflegender Erwerbstätiger zu befassen. Unterstützt wird der Beirat durch eine Geschäftsstelle, die beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) angesiedelt sein wird.

Mitglieder des Beirats sind:

  • Prof. Christel Bienstein (Vorsitzende), Universität Witten/Herdecke
  • Prof. Dr. Andreas Hoff (stellvertretender Vorsitzender), Hochschule Zittau/Görlitz
  • Andreas Besche, Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.
  • Brigtte Bührlen, Wir! Stiftung pflegender Angehöriger
  • Manfred Carrier, Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband
  • Herbert Heyd, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Saarlandes
  • Susanne Kahl-Passoth, Deutscher Frauenrat
  • Monika Kaus, Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
  • Gernot Kiefer, GKV-Spitzenverband
  • Uwe Lübking, Deutscher Städte- und Gemeindebund
  • Hartmut Matiaske, Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA)
  • Silke Niewohner, Wir pflegen – Interessenvertretung begleitender Angehöriger und Freunde in Deutschland e.V.
  • Christina Ramb, BDA – DIE ARBEITGEBER
  • Dr. Simone Real, Sozialverband Deutschland (SoVD)
  • Christel Riemann-Hanewinckel, Arbeitsgemeinschaft der deutschen Familienorganisationen (AGF) e.V.
  • Martin Rosowski, Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer und Väter e.V.
  • Dr. Anja Schneider, Deutscher Hospiz- und PalliatvVerband e.V.
  • Bernhard Scholten, Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie Rheinland-Pfalz
  • Ulrich Silberbach, dbb beamtenbund und tarifunion
  • Jana Teske, Arbeiterwohlfahrt – Bundesverband e.V.
  • Anja Weusthoff, DGB-Bundesvorstand

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