Leben

Das Leben ist ein Geschenk. Elisabeth Kriechel betrachtet das als eine Herausforderung, der sie sich gewiss nicht nur auf lyrischem Weg stellen will.

Leben

Es wird einem gegeben,
von da an heißt es: „Leben“.
Wie aber? Ist herauszufinden!
Dabei auch sich zu schinden.

Gebrauchsanweisung gibt es nicht,
das fällt bei mir nicht ins Gewicht.
Dann liefe ja prompt alles gleich,
davon ich gleich davon mich schleich.

Das macht doch erst des Lebens Würze,
dazu noch in gegebener Kürze,
daß ich herausfinde, wie!
Daraus meine Folge zieh‘.

Und individuell dann schreite,
durch des Erdenangebotes Breite.
Probiere, versuche, auch versage,
Hauptsache, nie zu lange klage.

Ein Neues ich dann stets beginne,
nachdem ich gründlich mich besinne.
Als Schöpfer ich mich quasi fühle,
auch meinen Tatendrang etwas kühle.

Herauskommt eben immer was,
wenn ich es dann auch selbst zulaß‘.
Bewertung steht so schnell nicht an,
Beweis ist einfach: „Ja, ich kann“.

Elisabeth Kriechel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.