Der goldene Lenker

Schatten einer Hand

(c) Robers

In meinen Kinderjahren hörte ich, wie einige Bauarbeiter bei uns im Dorf sich hin und wieder über einen Kollegen beklagten, der sich mittlerweile wohl schon einen „goldenen Lenker beim Chef“ verdient hätte.

Dieser Kollege verstand es offensichtlich dermaßen gut, sich bei dem damaligen Chef dieser Baugruppe einzuschleimen, dass die übrigen Mitarbeiter überlegten, wie sie die Zusammenarbeit erträglich gestalten konnten, ohne ihr Arbeitsverhältnis zu gefährden.

Also beschlossen sie nun gemeinsam, dem „Rad fahrenden“ Kumpel doch mal als Denkzettel einen schmerzhaften „heiligen Geist“ zu verpassen. Gute Freunde dieser Arbeitsgruppe verprügelten den Kumpel dermaßen, dass er für die Zukunft geheilt war.

Sophie Mory

  1 comment for “Der goldene Lenker

  1. Ingrid
    25. September 2015 at 6:47 pm

    Das war ja eine rabiate Art der Bestrafung. Vielleicht hätte man ihm den Lenker seines Fahrrades mit goldener Folie umwickeln sollen, oder mit Goldspray ansprühen. Dann hätte er die Zwischentöne eventuell auch verstanden.
    Aber ein schöner Beitrag zum Thema “ Radfahren“

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