Energetische Sanierung wird besser gefördert

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Höhere Investitionszuschüsse bzw. höhere zinsgünstige Kredite – auch schon für jüngere Häuser – so lassen sich die Neuerungen beim KfW-Förderprogramm für energetisches Sanieren ab 1. August 2015 zusammenfassen. Gute Nachrichten also für alle, die ihr Haus energetisch auf Vordermann bringen wollen. Am meisten profitiert laut Ute Rigbers, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Bremen, aber weiterhin, wer sich vor einer Sanierung unabhängig beraten lässt, da Förderungen vor Beginn des Vorhabens beantragt werden müssen und es zu den bundesweiten Förderungen auch regionale Förderungen gibt, in Bremen und Bremerhaven zum Beispiel durch den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr (www.bremo.info).
Ob Komplettsanierung mit Fassadendämmung, modernster Heiztechnik und Solaranlage auf dem Dach oder einfach der überfällige Einbau neuer Fenster – Maßnahmen zur energetischen Sanierung von privaten Wohngebäuden werden von der KfW finanziell unterstützt. Die Förderung gibt es entweder in Form eines sehr zinsgünstigen Kredits oder als Investitionszuschuss. Förderfähig sind sowohl die vollständige Sanierung eines Hauses als auch einzelne Vorhaben.

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Mehr Geld für mehr Häuser durch KfW – Beratung vor Sanierung bleibt wichtig

„Für alle Anträge, die ab 1. August gestellt werden, haben sich die Bedingungen nun noch einmal deutlich verbessert“, erläutert Ute Rigbers: „Der Förderhöchstbetrag für Kredit oder Investitionszuschuss steigt um ein glattes Drittel, von 75.000 auf 100.000 Euro. Außerdem kann die Förderung nunmehr für alle Häuser mit Bauantrag bzw. Bauanzeige vor dem 1.2.2002 in Anspruch genommen werden – statt bisher dem 1.1.1995.“ Sowohl die Förderhöhe als auch der Kreis der Förderberechtigten werden also spürbar vergrößert.
Wichtig für alle Sanierungswilligen bleibt jedoch in jedem Fall, so die Architektin Rigbers, eine unabhängige Expertenmeinung: „Eine Energieberaterin oder ein Energieberater analysiert die Ausgangssituation des Hauses, schlägt sinnvolle Maßnahmen vor und kennt außerdem die richtigen Förderprogramme.“ Denn nur wenn Haus, Bewohner und Sanierungsplan zusammenpassen, sind am Ende alle zufrieden.

Es können kurzfristig Beratungstermine rund um die Themen energetische Sanierung sowie bundesweite und regionale Fördermöglichkeiten vereinbart werden (Eigenbeteiligung 5 Euro). Das Beraterteam der Verbraucherzentrale Bremen informiert anbieterunabhängig und individuell.

Beratungsstellen Energieberatung der Verbraucherzentrale Bremen

Bremen, Terminvereinbarung unter 0421 – 160777
Verbraucherzentrale Bremen e.V., Altenweg 4, 28195 Bremen,
Beratungszeiten: Mo.-Fr. 9 -13, Di. 14-18 u. Do. 15-20 Uhr

Bremerhaven, Terminvereinbarung unter 0471 – 26194
Beratungsstelle Bremerhaven, Barkhausenstr. 16, 27568 Bremerhaven
(Im Haus der Arbeitnehmerkammer, 3. Etage),
Beratungszeiten: jeden Montag von 9-12 Uhr und von 14-18 Uhr

Bremen-Nord, Terminvereinbarung unter 0421 – 160777
Stadtbibliothek Bremen Nord, Aumunder Heerweg 87, 28757 Bremen (Vegesack)
Beratungszeiten: jeden Donnerstag von 12-15 Uhr

 

Energieverbraucher, die einen Vor-Ort-Termin bevorzugen, können einen Energie-Check buchen. Für die Energie-Checks kommt eine Energieberaterin oder ein Energieberater der Verbraucherzentrale nach Terminvereinbarung zum Verbraucher nach Hause. Beim Basis-Check werden der Strom- und Wärmeverbrauch überprüft und Möglichkeiten aufgezeigt, Energie zu sparen (Eigenbeteiligung 10 Euro). Der Gebäude-Check richtet sich an Hausbesitzer. Er bietet die Möglichkeit, den Basis-Check mit Fragen zur Auswahl der richtigen Heizungsanlage, zur Dämmung oder zum Einsatz erneuerbarer Energien und Fördermöglichkeiten zu kombinieren (Eigenbeteiligung 20 Euro).
Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis (z. B. BAföG-, Wohngeld-, Hartz IV-Bezug) sind die Energieberatungen/Energie-Checks kostenfrei.

Mehr Informationen gibt es auf www.vz-hb.de/energieberatung oder www.verbraucherzentrale-energieberatung.de. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

  1 comment for “Energetische Sanierung wird besser gefördert

  1. 6. Oktober 2015 at 1:22 pm

    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das Interesse in diesem Bereich immer weiter ansteigt. Da ist es gut, wenn man sich an entspechende Stellen richten kann, um sich genau darüber zu informieren.

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