Technik im Wandel

Drei Postlkarten von Friedensreich Hundertwasser

(c) Bettina Stiller

Gaby feiert demnächst einen runden Geburtstag und lässt aus dem Grunde ein von ihr gefertigtes Gesellschaftsspiel ausprobieren. Dazu hat sie eine kleine Kiste mit einem Deckel vorbereitet in dem viele Zettel mit Stichworten liegen. Jeder ihrer Gäste darf dann einen oder mehrere Zettel ziehen und zu dem genannten Begriff eine Geschichte erzählen, wie das folgende Beispiel zeigt.

Briefe und Telefone

Die Post gibt es seit mehr als 500 Jahren. Früher gab es Postkutschen, die Dokumente und Personen beförderten. Es gab Kontakte zwischen verschiedenen Ländern Städten und Gemeinden. Auch vor noch gar nicht allzu langer Zeit lebten viele Menschen noch ohne Handy, Smartphone oder Tablet.

Im letzten Jahrhundert schrieben Menschen einander Postkarten oder Briefe, um miteinander zu kommunizieren. Wollte man jemanden besuchen oder einladen, so geschah dieses auf dem Postweg. Später ersetzte das Telefon in manchen Fällen den Papierweg. Es funktionierte wunderbar.

In den letzten 20 Jahren ist die Technik im Vergleich zu dem langen Zeitraum davor geradezu explodiert.

Manche Menschen sind bei dieser Entwicklung leider auf der Strecke geblieben oder durch den Stress, der dabei entstehen kann, erkrankt. Vielleicht muss manchmal eine Vollbremsung vollzogen werden, wie zum Beispiel „Am Wall in Bremen“, um den Menschen zu zeigen, dass die Welt sich trotzdem weiter dreht.

Nachfolgend die „Zettelwirtschaft“ zur Geburtstagsfeier:

Kopfsteinpflaster – geteerte Straßen/ Schiefertafel und Griffelstift – Smartphone/ Abakus – Taschenrechner/ Bibliothek – Tablet/ Kalligraphie – SMS/ Diverse Methoden der Lebensmittelkonservierung (einkochen, räuchern) – Kühl- bzw. Eisschrank/ Nachbarschaftshilfe im Todesfall – Leichenhallen und Beerdigungsinstitute/ Große Wäsche am Fluss und auf den Bleichwiesen – Waschmaschine und Trockner/ Öfen, Kamine und Herde – Zentralheizungen/ Kerzenschein – elektrisches Licht/ Sense – Rasenmäher/ Pferdekutsche – Auto/ FCKW in Deodorantsprays – Deodorantstifte ohne Zusätze/ Rührlöffel – elektrischer Mixer/ Treppen oder Leitern – Fahrstühle/ Ormig-Abzüge mit Spiritus – Fotokopierer/ Brunnen und Plumpsklo – Wasser- und Kanalisationsversorgung/ Zeitungspapier oder Lumpen – Toilettenpapier/ Zahnlose Menschen – künstlicher Zahnersatz/ Eimer und Gießkanne – Rasensprenger/ Aufwendige medizinische Untersuchungen – CT/MRT/ Erblindung – Laser Augenoperationen/ Teppichklopfen – Staubsauger/ Kohleeisen – elektrisches Bügeleisen/…

Sophie Mory

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