Ein Wahnsinn nimmt seinen Lauf

Laptop und Schnuller

(c) frauenseiten, Barckhausen

Mit Entsetzen lese ich, dass unsere Familienministerin Kitas möchte, die 24 Stunden geöffnet haben. Die armen Kinder werden dem Mammon, Konsum und Wirtschaft geopfert. Hauptsache der Arbeitgeber kann jederzeit auf seine Mitarbeiter zugreifen.

Warum werden von Menschen, die so was in Anspruch nehmen, überhaupt Kinder in die Welt geboren. Merken sie denn nicht, wie sie sich selbst zum Sklaven der Wirtschaft machen, und wofür? Für noch mehr Konsum, für viel zu große Häuser, für noch längere Urlaube, was den Kindern sowieso egal ist. Nach der 24 Stunden Kita kommt dann die verlässliche Grundschule, mit Betreuung bis wenigsten 15.00 Uhr.

Zum Glück haben wir ja whats App und facebook und twitter, falls die Kinder mal zwischendurch eine Frage an die Eltern haben. Die Leute, die uns das einbrocken, haben ein so hohes Einkommen, dass sie sich sicherlich eine gute Seele für ihren Haushalt leisten und selbst nicht den Wahnsinn in Anspruch nehmen müssen.

Gertrud von Hacht

  1 comment for “Ein Wahnsinn nimmt seinen Lauf

  1. Regina
    26. Juli 2015 at 1:52 am

    Hallo Frau von Hacht,

    mir hat die freie Wirtschaft von Anfang an gar nicht die Wahl gelassen, Kinder in die Welt setzen zu wollen. Ich habe bewusst darauf verzichtet, da ich ihnen ein Leben in Armut trotz Vollzeitbeschäftigung mit vielen (unbezahlten) Überstunden ersparen wollte.

    Es gibt genügend Frauen (mit Kindern) die dieses Schicksal (Vollzeitbeschäftigung mit un/bezahlten Überstunden) teilen müssen und die lieber mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen würden, wenn es denn möglich wäre in entspannter Atmosphäre. Ich habe einige von ihnen kennen gelernt (keine dieser Frauen lebt im Luxusdomizil), zweien von ihnen konnte ich das Dasein etwas erleichtern, aber ich kann leider nicht allen helfen.

    Es kommt immer auf den Blickwinkel an, heißt: jedes Ding hat zwei Seiten – mindestens…

    … soll aber nicht heißen, dass ich Ihre Meinung nicht durchaus auch verstehen könnte.

    In diesem Sinne…

    freundliche Grüße von

    Regina

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