Schnelle Hilfe mit der Notfalldose

Dieses Logo weist Retter auf die Existenz einer Notfalldose hin. (c) Volbert Domizil

Dieses Logo weist Retter auf die Existenz einer Notfalldose hin. (c) Volbert Domizil

Ein wirkliches Erlebnis: Der Ehemann ist in der Stadt unterwegs. Seine Frau, durch Schlaganfälle gehbehindert, bleibt allein zu Hause. Es existiert für alle Fälle ein Hausnotruf. Der Alarmknopf wird am Körper getragen. Sie will vom Obergeschoß ins Erdgeschoß. Auf halber Treppe stolpert sie, stürzt nach unten und schlägt dort mit dem  Kopf an eine Strebe des hölzernen Geländers. Die Verunglückte ist benommen, kann sich nicht aufrichten und hat am Hinterkopf eine stark blutende Wunde. Ein blutverdünnendes Medikament, nämlich Marcumar, ist im Spiel. Zum Glück kann das Opfer noch den Alarmknopf drücken. Nach knapp 10 Minuten ist die Hilfe vor Ort und verschafft sich mit dem beim Notdienst hinterlegten Hausschlüssel Zugang, leistet erste Hilfe und informiert den nur etwas später eintreffenden Notarzt.

Im Notfall zählt jede Sekunde

Bis dahin ist alles gut, aber dann kommen die Probleme. Der Arzt stellt die üblichen Fragen, um den Zustand der Patientin beurteilen zu können. Die Antworten kommen zögerlich und bleiben schließlich aus. Fragen nach Allergien, Medikamenten, bereits durchgestandenen Krankheiten werden ungenau oder gar nicht beantwortet. Es geht wertvolle Zeit verloren, das Helferteam muss sich erst einmal in der Notfallsituation zurechtfinden, bevor es angemessen reagieren kann, und das bedeutet meistens für alle Beteiligten überflüssigen Stress.

Eine solche Notfallsituation kann sich jederzeit für Jung und Alt einstellen. Dabei muss sie keineswegs für die Helfer und Verunglückten mit Zeitverlusten und Stress verbunden sein. Es bedarf lediglich eines Informationsspeichers, der Kenntnisse zum aktuellen Gesundheitszustand vermittelt und so positioniert ist, dass ihn der Rettungsdienst schnell findet.

Notfalldose: alle wichtigen Informationen für Ihre Retter

Dazu hat Nico Volbert, der in Bremen einen Hausnotruf betreibt, etwas weiterentwickelt, was im Ausland schon sehr erfolgreich ist – nämlich die NOTFALLDOSE. Für jede im Haushalt lebende Person wird freiwillig ein Notfall-Infoblatt ausgefüllt, das über alle gesundheitlich relevanten Fragen aktuelle Auskunft gibt. Alle Infoblätter werden dann in einer kleinen Dose aufbewahrt, die mit dem oben abgebildeten Logo gekennzeichnet ist. Damit die Retter wissen, ob und wo solche Informationen im Haushalt existieren, wird vereinbart, einen Aufkleber mit dem Logo in Augenhöhe auf die Innenseite der Haustür und einen zweiten gut sichtbar außen auf die Kühlschranktür zu kleben. Küche und Kühlschrank lassen sich in der Regel schnell finden. Die Notfalldose ist dann innen in einem der Fächer der Kühlschranktür deponiert. Nun haben die Notfall-Informationen einen festen und schnell erreichbaren Platz in der Wohnung.

Die Notfalldose verschafft Rettern schnellen Zugriff auf wichtige Informationen zu ihren Patienten. (c) Volbert Domizil

Die Notfalldose verschafft Rettern schnellen Zugriff auf wichtige Informationen zu ihren Patienten. (c) Volbert Domizil

Als ich von der Dose hörte, habe ich mich diesem Hilfssystem sofort angeschlossen, um zukünftig bedrohliche Situationen auszuschließen und stressige Erlebnisse zu vermeiden. Ich empfehle die Notfalldose weiter. Man sollte sie zu Hause einführen, bevor erst bei einem Notfall Schwierigkeiten auftreten.

Im Augenblick versucht Nico Volbert in Absprache mit zuständigen Dienstleistern (Rettungsdiensten, Krankenkassen, Versicherungen etc.) seine Idee sowohl in Bremen als auch im übrigen Bundesgebiet zu verbreiten. Dabei kann ihm jeder Interessierte helfen, indem er sich bei ihm eine solche Notfalldose mit Infoblatt und Aufklebern besorgt und sie weiter empfiehlt.

Kontakt:

Nico Volbert, Neidenburgerstraße 10, 28207 Bremen

Tel.: 0421-8400 200, Fax: 0421-8400 2020

E-Mail: info@notfalldose.de, Internet: www.notfalldose.de

Gerd Feller

  2 comments for “Schnelle Hilfe mit der Notfalldose

  1. Hermann Brockmeyer
    22. Januar 2017 at 5:19 pm

    Eine grandiose Idee.
    Wir leben mit zwei Personen in einem
    Haushalt. Sind Senioren 76+82 Jahre alt
    wo bekomme ich die Aufkleber und oder die
    Dosen. Hervorragende Sache gehört in jeden
    Haushalt.
    Danke

  2. Redaktion
    22. Januar 2017 at 6:14 pm

    Ganz unten am Ende des Artikels finden Sie mehrere Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit der allerdings kommerziellen Herstellerfirma. Die Dose ist nicht kostenlos. 3 Stück kosten 13,50€.
    Herzliche Grüße

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