Unsinn und Sinn

Genervte Frau

(c) frauenseiten, Barckhausen

Unsinn…welch ein Wort, kurz und knapp drückt es das Fehlen von Sinn aus und ist sehr zeitgemäß. Wohin wir auch schauen, wir entdecken sehr viel davon. Es sieht so aus, als würde alles getan, um den Sinn so zu verstellen, daß er ja nicht erkennbar, man sich mehr mit dem „Un“ beschäftigt, und somit abgelenkt wird. Kraft und Zeit zum Durchschauen, erstmal geschwächt, lassen weniger kritisch sein, Manipulation sind Tür und Tor geöffnet.

Das klingt nun auf den ersten Blick wie an den Haaren herbeigezogen, dem zweiten Blick jedoch entgeht die Tendenz nicht, lassen wir ihn überhaupt zu.

Hier könnte mal Ähnliches wie „Bremen räumt auf“ helfen, zumindest der Amtsschimmel würde einmal entrümpelt. Was alles an Formularen gilt es auszufüllen, es wird immer mehr und unverständlicher, viel Unsinn ist dabei. Oft doppelt gemoppelt und so weiter.

Dies gilt für die Steuer, Anträge, Verordnungen, ach, ich könnte so fortfahren, jeder kann hier ergänzen. Würde sich vorher gewissenhaft gefragt, ob etwas Sinn macht, brauchte man den Unsinn nicht so zu füttern. Wie bläht er sich auf und freut sich auf seinen Bestands-Schutz. Vielleicht müssen wir neu lernen, uns dem Sinn zu nähern, das ist viel schwerer. Der Unsinn sprießt eigentlich wie Unkraut, nicht gesät und doch wuchernd.

Dem humorvollen Unsinn kann ich eine Menge abgewinnen, bewußt Unsinn gestalten macht schon wieder Sinn und öffnet den Blick für das Drumherum um den wirklichen Sinn. Hier hatte in früheren Zeiten der Hofnarr eine ganz wichtige Aufgabe.

Mutationen davon erleben wir natürlich heute auch in großem Maße, wobei es eine hohe Kunst ist, es auf den Punkt zu bringen, was nicht immer gelingt aber dann auch hin und wieder Manchen doch.

Der Unsinn ist einfach da, der Sinn ebenfalls, wir bleiben frei uns auf eine Seite zu schlagen, aber auch mit beiden umgehen zu lernen.

Elisabeth Kriechel

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