Dem Tod ins Angesicht sehen

Geschwungenes Treppenhaus

(c) Seniorenlotse / Gisela Walther

Eine Reihe unserer Leserinnen und Leser aber auch viele unserer Autorinnen haben Freude an Lyrik. Immer wieder bekommen wir Gedichte zugesandt, die wir in losem Abstand veröffentlichen.

Ich seh dem Tod ins Angesicht

Ich seh‘ dem Tod ins Auge,
mal sehen, ob ich tauge:
Zu diesem klaren Blick,
es ist eh mein Geschick!

Zum Übergang erkoren,
für’s Abholen eingeschworen,
macht er nur seinen Teil,
weil hier auf Zeit ich weil‘.

Von der Erde abberufen,
erreich‘ ich andere Stufen,
des immerwährenden Seins,
und nicht des schönen Scheins.

So will ich mich anfreunden,
die Zeit nicht zu vergeuden
mit Nebensächlichkeiten,
auch Abschiedsschmerz vermeiden.

Es ist ein Übergang,
währt auch nie ewig lang.
Entwicklung braucht die Stufen,
zu denen wir auf Erden berufen.

Elisabeth Kriechel

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