Ungeheuerliche Farbwunder

Wilhelm Morgner: Der Holzarbeiter, 1911, Kunstmuseum Wilhelm-Morgner-Haus, Soest

(c)Thomas Drebusch

Ausstellung mit Malerei (1910–1913) von Wilhelm Morgner in den Museen Böttcherstraße.

Wilhelm Morgner (1891–1917) gilt als Ausnahmetalent des Expressionismus. Seine farbgewaltigen, großformatigen Gemälde stehen zwischen Tradition und Avantgarde, Figuration und Abstraktion. Kaum 20-jährig beteiligt sich Wilhelm Morgner an den Ausstellungen der Neuen Secession Berlin, des Blauen Reiter in München und des Sonderbunds in Köln.

Morgners Bilder beeindrucken durch die ausdrucksstarke Leuchtkraft der Farben und der Rhythmisierung von Motiv und Bildraum durch Linien, Wellen, Kreise und Punkte. Auf seiner unermüdlichen Suche nach künstlerischen Ausdrucksformen orientiert sich der junge Künstler an so unterschiedlichen Malern wie Rembrandt, Jean-François Millet, Vincent van Gogh, Georges Seurat, Paul Signac oder Robert Delaunay. Daneben sind es die Expressionisten um Franz Marc, Wassily Kandinsky und Alexej Jawlensky, zu denen er eine künstlerische und spirituelle Verwandtschaft spürt.
Obwohl Morgners erstaunliche Entwicklung durch den Ersten Weltkrieg jäh beendet wird, hinterlässt er ein beachtliches Werk, das richtungsweisend für die Moderne ist.

Die Ausstellung zeigt anhand imposanter Gemälde aus der Sammlung des Wilhelm-Morgner-Hauses, wie der Künstler die Einflüsse seiner malerischen Vorbilder aufnimmt und zu einer eigenen, eindrucksvollen Bildsprache verarbeitet. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Ernst Barlach Haus, Hamburg. Für das Paula Modersohn-Becker Museum wurde die Ausstellung in leicht modifizierter Form realisiert von Verena Borgmann und Simone Ewald.

»Ungeheuerliche Farbwunder«
Wilhelm Morgner. Malerei 1910–1913
Museen Böttcherstraße, Paula Modersohn-Becker Museum, Bremen

Ausstellungseröffnung
Samstag, 14. Februar 2015, um 15 Uhr

Ausstellungsdauer: 15.2.–14.6.2015

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