Kriegsende in Bremen 1945

Kinder spielen zwischen Trümmern 1945

Quelle: Staatsarchiv Bremen, (c) Karl Edmund Schmidt

Radio Bremen produziert eine Dokumentation mit Zeitzeugen.
Seit mehreren Wochen saßen Senioren mit einem Radio Bremen Mitarbeiter zusammen und erinnerten sich an die letzten Kriegstage in Bremen und vor allem auch an die erste Zeit danach. Es war keine leichte Arbeit, die wir gemeinsam bewältigten. Es flossen Tränen, aber wir waren auch in der Lage, herzhaft zu lachen. Z.B. wenn es darum ging, wie man „aus nichts“ ein Kleid für eine Festlichkeit zaubern konnte oder gar eine festliche Speise, ohne die eigentlichen Zutaten verfügbar zu haben.
Gemeinsam sahen wir Fotos aus der Zeit, konnten manche mit unserem heutigen Denken kaum nachvollziehen, obwohl wir es waren, die dies erlebt hatten. Da wurden Abitursarbeiten im Bunker geschrieben, als Krankenschwester wurde unter heute unvorstellbaren Bedingungen die Arbeit verrichtet, um nur zwei Dinge aus dem Vielen herauszugreifen.

Der Tod über Bremen

Quelle: Staatsarchiv Bremen, Aquarell: Hans Gross

Es war harte Arbeit….
Die Abende gingen an uns allen nicht spurlos vorüber, brachten etwas wieder hervor von dem wir dachten, es wirklich verarbeitet zu haben. Die Redaktion von Radio Bremen recherchierte an vielen anderen Stellen auch und fand ein Tagebuch eines Bremers, der damals genau Buch führte, wenn man diesen Ausdruck benutzen darf. Erschütternd!

Diese Dokumentation erschien zunächst am 30. Januar im Internet unter dem Titel „Bruchstücke: 70 Jahre 45“ und erschien zu einem späteren Zeitpunkt auch im Fernsehen und Hörfunk.

Hier geht es zur Chronik.

Hier geht es zur Wochenserie von „buten un binnen“.

Gisela E. Walther

 

 

 

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