Día de los muertos

Totenköpfe aus Zuckerguss

„Alfeñiques 3“ von Tomás Castelazo – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 2.5 über Wikimedia Commons –

Der „Tag der Toten“ wird in Mexiko am zweiten November gefeiert.

Ich unterhalte mich mit meiner mexikanischen Schwiegertochter über den Día de los muertos, den Tag der Toten. Sie lacht über das ganze Gesicht und erzählt mir, wie sie sich schon als Kind immer auf diese Zeit gefreut hat.

Mitte Oktober beginnen in Mexiko die Vorbereitungen für das Fest am zweiten November. Es ist eine alte Tradition der Indianer, die sich, als die Spanier das Land eroberten, mit der christlichen Religion vermischt hat. In den Häusern werden Altare aufgebaut um der Toten zu gedenken. Sie werden geschmückt mit Studentenblumen und Ringelblumen, und es wird das Essen, was der Verstorbene gerne aß und zu Trinken, eventuell auch ein Bild aufgestellt.

Die Kinder lernen dadurch, dass der Tod nicht ihr Feind ist, sondern zum Leben dazu gehört und schließlich kommt man ja, wenn man tot ist zu Gott. Die Kinder bekommen Totenköpfe, Skelette und kleine Särge zum Spielen, oder modellieren sie sich aus Puderzucker. Man nennt sie die Alfeñiques. Man braucht dafür 500 g Puderzucker, 1 Eiweiß, ½ Teelöffel Vanille, 1/3 Tasse Speisestärke und Lebensmittelfarbe zum Dekorieren. Auch das Pan de muertos gibt es, das Totenbrot. Das war ihr aber immer zu trocken.

Am Abend des zweiten November ziehen die Mexikaner auf die Friedhöfe. Dort feiern sie mit gutem Essen und Musik und vielen Kerzen. Das Licht soll den Seelen der Toten den Weg zeigen zu ihren Angehörigen. Um Mitternacht ist das Fest zu Ende und die Seelen gehen wieder, bis zum nächsten Jahr.

„Für uns Kinder war das immer eine besonders schöne Zeit“, strahlt meine Schwiegertochter.

Gertrud von Hacht

 

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